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Jules Vernes Roman-Helden gönnten sich 80 Tage und diverse Fortbewegungsmittel für ihre Reise um die Welt. Jeremy Hart will den Globus in 60 Tagen umrunden. Im neuen Ford Fiesta geht er auf die "Ford Fiesta World Tour 2010".
Foto: Jeremy Hart
Jeremy Hart geht für Ford mit dem Ford Fiesta auf die "Ford FIesta World Tour 2010".
60 Tage werden wir unterwegs sein. Die USA und Kanada hatten wir bereits durchquert, bevor wir den Kontinent gewechselt und in Irland europäischen Boden unter die Räder genommen haben. Quer durch den alten Kontinent verläuft die Route Richtung Mittlerer Osten, durch Asien und als letzte Station rüber nach Australien, das auch im 21. Jahrhundert für Reisende noch eine echte Herausforderung darstellt, speziell, wenn sie in einem Kleinwagen wie dem neuen Ford Fiesta unterwegs sind.
Die Weltreise mit dem klangvollen Namen "Fiesta World Tour 2010" war meine Idee. Ich bin schon mit einem Rolls-Royce durch die Atacama-Wüste gefahren, mit einem Smart Fortwo durch die Arktis und war auch sonst schon überall auf der Welt in verschiedensten Autos unterwegs. Ein Turn rund um den Globus ist aber auch für mich automobiles Neuland. Meine Reisepartner ist ein Ford Fiesta, Fords erstes echtes Weltauto seit dem Model T und damit prädestiniert für den Rund-um-die-Welt-Trip.
15.000 Meilen durch 21 Länder
Der ursprüngliche Plan sah vor von London nach New York zu reisen, allerdings ist der Ford Fiesta gerade in den USA und Asien neu auf dem Markt, daher verlegte ich den Startpunkt an die US-Westküste nach Los Angeles. Zwar klingt der Trip L.A. nach Sydney mehr nach einem Auszug aus dem Quantas-Flugplan, dennoch versprach die 15.000 Meilen-Strecke durch 21 Länder eine extravagante Tour zu werden.
Es ist knapp zwei Wochen her, dass wir in L.A. unsere Reise aufnahmen. Die erste Etappe führte uns unter anderem auf eine Schießanlage in Arizona, wo ein Maschinen-Gewehr-Künstler mit einigen gezielten Salven ein staubiges Kunstwerk auf die Heckscheibe des kleinen Ford zeichnete. Der letzte Stopp in Nordamerika führte uns in die Bronx, das Revier von Funkmaster Flex. Der New Yorker Top-DJ unterhält seit 20 Jahren ein Millionenpublikum mit seiner Sendung auf Hot 97. Auch hat er sich in der Rap- und R&B-Szene einen Namen gemacht, wenn es um Autos geht.
In seiner MTV-Show hatte Flex einen ordentlich aufgepimpten Ford Fiesta verlost. Der Funkmaster rief und über 250.000 Teilnehmer hatten sich gemeldet. Gewonnen hat letztlich eine Frau aus New York, quasi aus der Nachbarschaft. "Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Wagen tatsächlich weggeben soll", sagte Funkmaster Flex schmunzelnd bei der Übergabe des knallgelben Fiestas mit weißen Rallye-Streifen, Ledersitzen und fetter Soundanlage an die Gewinnerin.
45 Grad in New York, 15 Grad in Irland
Den Atlantik erreichen wir an der Küste von New Jersey. Westlich von New York haben wir den besten Blick auf die Freiheitsstatute und die Skyline von Manhatten. Wie viele Reisende vor uns, verabschieden auch wir uns von Ellis Island und der Freiheitsstatue und ziehen ostwärts.
New York verlassen wir bei 45 Grad im Schatten, Irland empfängt uns mit 15 Grad, ebenfalls im Schatten, denn Sonne war an diesem Morgen keine zu sehen. Der Atlantik gibt sich rau, als wir in Galway Bay Land erreichen. Bevor wir landeinwärts auf die Schnellstraße nach Dublin treffen, stoppen wir noch in Lisdoonvarna zum jährlichen Ehestifter-Festival, dem größten Single-Treffen der Welt, um Country Clares ureigenen Amor Willie Daly kennenzulernen. Rund 2.000 Partnerschaften soll Daly in seinem Leben bereits eingefädelt haben.
Das Ehestifter-Festival geht auf eine Zeit zurück, als die Bauern größte Schwierigkeiten hatten eine Partnerin kennenzulernen, da sie die Arbeit permanent an den Hof gebunden hatte. Die Zeiten haben sich geändert, das Festival ist geblieben. Für dieses Jahr erwartet Daly ein Frauenrugby-Team und eine Gruppe Japanerinnen.
Walisisch ohne J
Wir verlassen die einsamen Herzen von Lisdoonvarna, nehmen die N18 nach Galway und die Autobahn nach Dublin. Der Abschnitt von Irland bis an den arabischen Golf gleicht einem Pfützen-Springen. Die erste Fähre bringt uns über die raue See nach Wales, einem Teil von Großbritannien, aber mit einer eigenen Sprache. Schon beinahe tot, erlebt Walisisch eine große Renaissance. Um den Geheimissen der zungenbrecherischen Verständigung auf die Schliche zu kommen, treffen wir Gwyndaf Evans. Evans ist EX-Rallye-Werks-Pilot, Ex-Schulbus-Fahrer und jetzt Ford-Händler in Dolgellau.
Wir empfangen ihn mit einer walisischen Scrabble-Ausgabe, wohlwissend, dass er als Muttersprachler in der ersten Partie klar im Vorteil sein wird. Mit einem Aufschrei des Entsetzens fährt die Rallye-Legende auf: "Da ist ein J unter den Spielsteinen. Wir haben kein J im Walisischen!” Ein echtes Problem, wie auch der dazugeholte Spieleverkäufer bestätigt, denn in intellektuellen Kreisen ist man sich nicht einig, ob das J dazugehört oder eben nicht. Mit einem herzlichen Empfang treffen wir in Bridgend in Südwales auf die Männer, die die Motoren für die Fiestas dieser Welt zusammenschrauben. Weiter geht es quer durch England, bevor wir am Fuße des Big Ben einen echten britischen Minister treffen. An den weißen Klippen von Dover erwartet uns strahlend blauer Himmel und ein weiterer Sprung über eine Wasserstraße – diesmal nach Frankreich.
Highlight deutsche Autobahn
Frankreich, Belgien … die Länder rauschen vorbei wie um Flug. Die Querung von Deutschland dauert etwas länger. Aus gutem Grund. Am kommenden Tag ist der Besuch der Nürburgringnordschleife geplant – ein Highlight für jeden Autofreak. Unruhig wie ein Kind vor Weihnachten verbringen wir die Nacht. Komplettiert wird die automobile Dreifaltigkeit durch die Aussicht auf deutsche Autobahnen ohne Tempolimit, und zum Ende des Tages, die Fahrt über das legendäre Stilfser Joch in Italien.
Für Ring-Novizen ist der Ford Fiesta perfekt. Er glänzt mit einem exakten und berechenbaren Handling, kräftigen Bremsen und genügend Leistung. Viele nehmen den Ring mit sehr schnellen Autos unter die Räder, werden zu schnell zu enthusiastisch und müssen am Ende böse Überraschungen verarbeiten. Die Nordschleife ist eben keine Strecke, die man an einem Tag lernen kann, auch wenn man schon tausende von Runden auf diversen Computersimulationen abgespult hat.
Deutsche Autobahnen sind für uns ein Synonym für Geschwindigkeit. Nördlich von München wagen wir dann den Vollgastest. Leichtes Gefälle, fünfter Gang, das Gaspedal küsst das Bodenblech. Die Drehzahl steigt. Die Windgeräusche sind erstaunlich gering. 160, 180, 190, 200 km/h stehen auf der Uhr. Bei 210 wird der Verkehr zu dicht. Wahnsinn. In jedem anderen Land wären wir jetzt reif für eine deftige Geldstrafe, nicht so in Deutschland.
Faszination Alpenpässe
Wir passieren Österreich und die Schweiz – macht sechs Länder in 24 Stunden. Was folgt sind Italien und jede Menge Pässe in den Alpen. Brenner, Simplon, St. Bernhard und viele andere. Aber keiner kann sich mit dem Stilfser Joch vergleichen. Wer Auto fahren liebt, wird diesen Pass vergöttern.
Die Fortsetzung unserer Welt-Tournee wird uns in die Türkei führen, wo wir auf einen bauchtanzenden Taxi-Fahrer treffen wollen. Die legendäre Autosammlung von König Hussein erwartet uns dann im Mittleren Osten, genauso wie das Tote Meer. Mit großen Schritten und großer Hitze schreitet unsere Expedition dann voran, wenn wir die Wüsten in Abu Dhabi und Dubai durchqueren. Dort erwartet uns der Sprung nach Asien.
Großes Finale in Sydney
Auch der asiatische Teil unserer Weltreise lockt mit allerlei Überraschungen. Auf dem Weg durch Thailand, Malaysia und China freuen wir uns auf tanzende Elefanten, fischende Kormorane und bemalte Berge. Zum großen Finale der "Fiesta World Tour 2010" entern wir den Kontinent Australien. Von Darwin kommend geht es über Broken Hill und Adilaide nach Sydney, wo die 15.000 Meilen-Tour mit einer Punktlandung am 17. Oktober zur Eröffnung der Sydney Motor Show ein pompöses Ende finden soll.
Verbandsgemeinde Weißenthurm
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Wappen
Deutschlandkarte
Bundesland:
Rheinland-PfalzLandkreis:
Mayen-KoblenzFläche:
52,55 km²Einwohner:
32.889 (31. Dez. 2009)[1]
Bevölkerungsdichte:
626 Einwohner je km²Verbandsschlüssel:
07 1 37 08Verbandsgliederung:
7 GemeindenAdresse der
Verbandsverwaltung:
Kärlicher Straße 4
56575 WeißenthurmWebpräsenz:
www.verbandsgemeinde
weissenthurm.deBürgermeister:
Georg Hollmann (CDU)Lage der Verbandsgemeinde Weißenthurm im Landkreis Mayen-Koblenz
Die Verbandsgemeinde Weißenthurm liegt im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Der Verbandsgemeinde gehören die beiden Städte Mülheim-Kärlich und Weißenthurm sowie fünf Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in Weißenthurm.
Mit knapp 33.000 Einwohnern ist es die einwohnerstärkste Verbandsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz.
Verbandsangehörige Gemeinden [Bearbeiten]
- Bassenheim (2929)
- Kaltenengers (2103)
- Kettig (3325)
- Mülheim-Kärlich, Stadt (10.823)
- Sankt Sebastian (2486)
- Urmitz (3489)
- Weißenthurm, Stadt (7734)
In Klammern die Einwohnerzahlen mit Stand 31. Dezember 2009[2]
Landkreis Mayen-Koblenz
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Wappen
Deutschlandkarte
Bundesland:
Rheinland-PfalzFläche:
817,06 km²Einwohner:
211.079 (31. Dez. 2009)[1]
Bevölkerungsdichte:
258 Einwohner je km²Kfz-Kennzeichen:
MYKKreisschlüssel:
07 1 37NUTS:
DEB17Kreisgliederung:
87 GemeindenAdresse der
Kreisverwaltung:
Bahnhofstraße 9
56068 KoblenzWebpräsenz:
www.kvmyk.deLandrat:
Alexander Saftig (CDU)Lage des Landkreises Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz
![]()
Der Landkreis Mayen-Koblenz ist ein Landkreis in der nördlichen Mitte von Rheinland-Pfalz. Er grenzt im Westen an den Landkreis Vulkaneifel und an den Landkreis Ahrweiler, im Norden an den Landkreis Neuwied, im Osten an den Westerwaldkreis, an die kreisfreie Stadt Koblenz und an den Rhein-Lahn-Kreis und im Süden an den Rhein-Hunsrück-Kreis und an den Landkreis Cochem-Zell.
Geographie [Bearbeiten]
Der Landkreis Mayen-Koblenz erstreckt sich entlang des Rheins (Mittelrhein) und der Mosel (Untermosel). Er gehört größtenteils zur naturräumlichen Einheit des Mittelrheinischen Beckens.
Das Hauptgebiet des Kreises liegt linksrheinisch, jedoch gehören auch einige Gemeinden nordöstlich von Koblenz am rechten Rheinufer zum Kreisgebiet. Hier befinden sich die Ausläufer des Westerwalds. Das linksrheinische Gebiet umfasst das Maifeld und die Pellenz und die Hohe Eifel mit der Hohen Acht an der nordwestlichen Kreisgrenze.
Wichtige Flüsse neben Rhein und Mosel sind die Nette (Mittelrhein), die bei Weißenthurm in den Rhein mündet, und der bei Moselkern in die Mosel mündende Elzbach.
Geschichte [Bearbeiten]
Das Gebiet des heutigen Landkreises Mayen-Koblenz war vor 1800 in zahlreiche Herrschaftsgebiete zersplittert, von denen die Kurfürsten von Trier und Köln die größten Anteile hatten. Mayen war Sitz eines kurtrierischen Amtes, Rhens und Andernach gehörten zu Kurköln. Während der französischen Besetzung unter Napoleon war das Gebiet Teil des Departenments Rhin-et-Moselle mit Sitz in Koblenz. Nach dem Wiener Kongress 1815 kam das Gebiet zu Preußen und wurde 1816 auf die neu gebildeten Kreise Mayen, Koblenz-Land, Adenau (später Hocheifelkreis) und St.Goar innerhalb der Provinz Großherzogtum Niederrhein (ab 1822 Rheinprovinz) verteilt. 1932 wurde der Hocheifelkreis aufgelöst und zwischen den Kreisen Ahrweiler und Mayen aufgeteilt. 1946 kam das Kreisgebiet als Bestandteil des Regierungsbezirks Koblenz an das Land Rheinland-Pfalz. Bei der Kreisreform 1969/70 gab der Kreis Mayen Gemeinden an die Kreise Ahrweiler und Daun ab; der Kreis Koblenz-Land verlor Gemeinden an die kreisfreie Stadt Koblenz und erhielt die nördlichen Gemeinden und die Moselgemeinden des Kreises St. Goar. Die beiden Kreise wurden zusammengelegt. Da Koblenz Sitz der Kreisverwaltung wurde, erhielt der Landkreis als Kfz-Kennzeichen „KO“. Durch Beschluss des Kreistages wurde das neue Kennzeichen „MYK“ eingeführt. Die Stadt Koblenz behielt das Zulassungskennzeichen KO, da sie als kreisfreie Stadt nicht zum Kreisgebiet gehört.
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: „In Grün ein silberner Wellenbalken, begleitet oben von einer goldenen Krone, unten von einem silbernen Maienbaum.“ (Wappen-Genehmigung 27. April 1971) Die Krone verweist auf den Königsstuhl von Rhens, wo früher die römisch-deutschen Könige gewählt wurden. Der Wellenbalken symbolisiert den Rhein und die Mosel, der Maienbaum als so genanntes „redendes Symbol“ steht für die Landwirtschaft im Kreis. Die Wappensymbole waren auch Bestandteile der früheren Kreiswappen.
- Siehe auch Liste der Wappen im Landkreis Mayen-Koblenz
Landräte Landkreis Mayen:
- 1817–1843 Kreiskommissar, Bürgermeister Hartung aus Mayen
- 1844–1852 Ludwig Delius
- 185200000 Steuerrat Lenné (kommissarisch)
- 1852–1857 Eduard Graf von Keller
- 185700000 Herr Nasse
- 185800000 Landgerichtsassistent von Brewer
- 185800000 Herr Gräber(kommissarisch)
- 1859–1886 Ludwig Delius
- 1886–1900 Wilhelm Linz
- 1900–1909 Otto Kesselkaul
- 1909–1918 Peter Peters
- 191900000 Walter The Losen (vertretungsweise)
- 1919–1927 Karl Wegeler
- 1927–1932 Oberregierungsrat Johannes Röttgen
- 193200000 Franz Röhm
- 193200000 Karl Müller (kommissarisch)
- 1933–1934 Edgar Heiliger
Landkreis Mayen-Koblenz:
- 1970–1989 Georg Klinkhammer
- 1990–1991 Rudolf Schwan
- 1992–2008 Albert Berg-Winters
- 2009–0000 Alexander Saftig
Verkehr [Bearbeiten]
Schiene [Bearbeiten]
In Koblenz, der damaligen Hauptstadt der preußischen Rheinprovinz, ist ein bedeutender Eisenbahnknoten entstanden, dessen Grundstock die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft legte. Ihre erste Strecke kam 1858 auf dem linken Rheinufer von Köln bis hierher und wurde im folgenden Jahr in Richtung Bingen weitergeführt. Bevor 1902 der neue Hauptbahnhof eröffnet wurde, benutzte man den Rheinbahnhof weiter nördlich am rechten Moselufer.
Auf dem rechten Rheinufer konnte man 1869 von Köln über Neuwied – Koblenz-Ehrenbreitstein nach Niederlahnstein reisen; von Ehrenbreitstein ging bis 1899 eine Teilstrecke über die Pfaffendorfer Brücke nach Koblenz Rheinischer Bahnhof. Die Urmitzer Eisenbahnbrücke, die direkte Züge von Neuwied nach Koblenz ermöglichte, wurde erst 1918 von der Preußischen Staatsbahn dem Verkehr übergeben.
Sie war es auch, die das übrige Streckennetz ausbaute:
Ab 1879 verkehrte die Eisenbahn von Koblenz entlang der Mosel in Richtung Trier. Gleichzeitig wurde der Rheinübergang von Koblenz nach Niederlahnstein und damit der direkte Anschluss an die rechtsrheinische Bahn Köln–Wiesbaden sowie an die Lahnbahn nach Limburg–Gießen geschaffen.
Der Altkreis Mayen erhielt seine erste Bahnlinie Andernach – Niedermendig im Jahre 1878; sie erreichte 1880 Mayen Ost und führte ab 1895 weiter in Richtung Daun–Gerolstein. Dazu kam 1904 noch die Querverbindung Koblenz–Mayen Ost mit der Abzweigung Polch–Münstermaifeld im Jahre 1916. Auf dieser Strecke wurde 1989 der Schienenverkehr zwischen Ochtendung-Polch-Mayen & Ochtendung-Polch-Münstermaifeld eingestellt. Im selben Jahr ist auch der Personenverkehr auf dem Streckenabschnitt Koblenz-Bassenheim-Ochtendung eingestellt worden.
Die 1884 eröffnete Strecke Engers–Siershahn streifte das Kreisgebiet nur in der Station Bendorf-Sayn, ähnlich wie die Brohltal-Eisenbahn mit ihrer 1901 gebauten Schmalspurbahn. Auf diesen beiden Strecken ruht der reguläre Personenverkehr ebenso wie auf der Strecke Koblenz–Mayen samt Abzweigung nach Münstermaifeld:
- 1961: Polch – Münstermaifeld 10 km und Brohl – Bad Tönisstein – Kempenich 3 km (Meterspur)
- 1983: Koblenz-Lützel – Polch – Mayen Ost 36 km
- 1989: Engers – Bendorf-Sayn – Grenzau – Siershahn 6 km
Das sind 55 km Strecke; immerhin 134 km sind noch voll in Betrieb.
Die Coblenzer Straßenbahn-Gesellschaft AG elektrifizierte ab 1899 die schon 1887 in der Provinzhauptstadt eingerichteten Pferdebahnlinien und verlängerte sie in alle Vororte sowie nach Vallendar, Bendorf-Sayn, Höhr-Grenzhausen und Lahnstein.
Straße [Bearbeiten]
Straßenkarte Raum Koblenz
Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen 61 Koblenz-Köln und 48 Ulmen-Koblenz. Ferner durchziehen mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 9 Koblenz-Bonn und die B 258.
An Touristikstraßen verdient die Moselschiefer-Straße genannt zu werden.
Rund um den Laacher See befinden sich die Stationen des Vulkanparks, der den ehemaligen Vulkanismus der Eifel didaktisch erläutert.
Ganz im Westen streift der Nürburgring bei Herresbach das Kreisgebiet.
Burgen und Schlösser [Bearbeiten]
Der Landkreis weist eine Reihe attraktiver Burgen und Schlösser auf:
- Burg Eltz, die vielleicht bekannteste deutsche Burg
- Burg Trutzeltz bei der Burg Eltz
- Schloss Bürresheim
- Genovevaburg in Mayen
- Oberburg Kobern in Kobern mit der romanischen Matthiaskapelle
- Niederburg Kobern in Kobern
- Schloss Liebieg in Gondorf
- Schloss Gondorf, Stammsitz derer von der Leyen
- Burg Thurant bei Alken (Mosel)
- Ehrenburg bei Brodenbach
- Burg Sayn und Schloss Sayn in Bendorf-Sayn
- Burg Bischofstein an der Mosel bei Burgen
- Burg Wernerseck bei Ochtendung
- Löwen- und Philippsburg
- Burgruine Virneburg
- Schloss Bassenheim in Bassenheim
- Burg Namedy in Andernach
Kirchen und weitere Kulturdenkmale [Bearbeiten]
In der Pfarrkirche von Bassenheim befindet sich der überregional bedeutsame Bassenheimer Reiter.
An die einzeln im freien Feld stehende Fraukirch knüpft sich die Legende von Genoveva von Brabant.
Ein überregional bedeutsamer katholischer Wallfahrtsort ist Schönstatt bei Vallendar.
Eine der ältesten Kirchen der Eifel überhaupt befindet sich in Polch, es ist dies die frühromanische St.Georgs Kapelle. Sie liegt abseits der historischen Bebauung auf dem ummauerten Friedhof von Polch mit uralter Kastanienallee. Die erste nachweisliche Dokumentation über eine Kirche in Polch entstammt einer Urkunde aus dem Jahre 1052. Ein Vorgängerbau der Kapelle wird in einem römischen Tempel vermutet, Hinweise hierauf bildet ein Sturz des Westgiebel mit der Inschrift "Caio attio caro et eius suavissimae uxori amato patruo amatae aviane filii")
Herausragendes sakrales Baudenkmal des Gebiets ist die Benediktinerabtei Maria Laach, die aber bereits im Landkreis Ahrweiler liegt. Zahlreiche Baudenkmale liegen auch im Stadtgebiet der kreisfreien Stadt Koblenz.
Das wichtigste Bodendenkmal des Kreises ist der Goloring aus keltischer Zeit.
In Münstermaifeld steht eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler des Maifelds. Die mächtigen Wehrtürme der gotischen Stiftskirche des ehemaligen, mindestens seit Anfang des 10. Jahrhunderts bestehenden Stifts St. Martin und St. Severus ragen weithin sichtbar über die Stadt Münstermaifeld hinaus. In der heutigen Form, vom 11. Jahrhundert an in verschiedenen Bauabschnitten entstanden, zeigt das Maifeldmünster architektonisch in interessanter Folge die Entwicklung der Baustile aller Jahrhunderte des Mittelalters.
Der Vulkanpark erschließt die Zeugnisse der vulkanischen Vergangenheit im Landkreis Mayen-Koblenz.
Kulturdenkmale mit eigenem Artikel:
- Pfarrkirche St. Clemens (Mayen), ehemalige Stiftskirche
Volksfeste [Bearbeiten]
Das jährlich stattfindende Moselfest Winningen gilt als das älteste Winzerfest Deutschlands
Bereits seit 1405 findet in Mayen jährlich im Oktober der Lukasmarkt, ein Jahrmarkt und Volksfest in der Innenstadt, statt.
Der Michelsmarkt in Andernach wird erstmals im Jahre 1407 urkundlich erwähnt. Am 8. Juni 1407 gewährte der Kölner Erzbischof Friedrich von Saarwerden der Stadt bis auf Widerruf diesen Markt.
Naturschutzgebiete [Bearbeiten]
Der Geysir Andernach, der höchste Kaltwassergeysir der Welt
Landschaftskarte
Im Landkreis gibt es (Stand November 2002) 26 Naturschutzgebiete. Zwei weitere Naturschutzgebiete gehören überwiegend zum Landkreis Ahrweiler, aber auch teilweise zum Landkreis Mayen-Koblenz.
Landkreis Mayen-Koblenz [Bearbeiten]
- Nettetal
- Namedyer Werth mit dem Geysir Andernach
- Dr. Heinrich Menke Park bei Arft
- Reiherschußinsel in der Mosel bei Lehmen
- Hochsimmer in den Gemarkungen Ettringen und Sankt Johann
- Kleiner Bermel, ein terttiärer Basaltkegel in der Nähe von Bermel
- Ettringer Bellberg, Mayener Bellberg und Kottenheimer Büden
- Insel Graswerth im Rhein
- Michelberg in der Nähe von Ochtendung
- Nastberg im Stadtteil Eich der Stadt Andernach
- Tongrube Hüttwohl in Bendorf
- Wacholderheiden Raßberg und Heidbüchel in der Nähe von Arft
- Karmelenberg in der Nähe von Bassenheim
- Moselufer zwischen Dieblich und Niederfell
- Ausoniusstein in Lehmen
- Hüttenweiher in Bendorf-Sayn
- Sulzbusch in der Nähe von Ettringen
- Thürer Wiesen
- Hochstein bei Ettringen, Bell und Obermendig
- Korretsberg in der Nähe von Kruft
- Feuchtgebiete im Nothbachtal bei Gappenach und Rüber
- Gänsehals, Schorenberg, Burgberg und Schmitzkopf bei Bell, Rieden und Obermendig
- Kuhstiebel (ehemalige Quarzkiesgrube) in der Nähe von Kobern
- Booser Maar
- Kurbüsch in der Nähe von Nickenich
- Hochbermel
Landkreis Mayen-Koblenz und Landkreis Ahrweiler [Bearbeiten]
Städte und Gemeinden [Bearbeiten]
(Einwohner am 31. Dezember 2009[2])
Verbandsfreie Gemeinden/Städte
- Andernach, Große kreisangehörige Stadt * (29.589)
- Bendorf, Stadt (17.130)
- Mayen, Große kreisangehörige Stadt * (18.748)
Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden
* Sitz der Verbandsgemeinde
- Einig (148)
- Gappenach (317)
- Gering (424)
- Gierschnach (273)
- Kalt (487)
- Kerben (442)
- Kollig (490)
- Lonnig (1191)
- Mertloch (1472)
- Münstermaifeld, Stadt (3416)
- Naunheim (429)
- Ochtendung (5190)
- Pillig (471)
- Polch, Stadt * (6506)
- Rüber (875)
- Trimbs (638)
- Welling (904)
- Wierschem (334)
- Bell (1436)
- Mendig, Stadt * (8624)
- Rieden (1324)
- Thür (1501)
- Volkesfeld (574)
- 3. Verbandsgemeinde Pellenz
[Sitz: Andernach] (früher: Andernach-Land)
- Alken (653)
- Brodenbach (625)
- Burgen (768)
- Dieblich (2344)
- Hatzenport (660)
- Kobern-Gondorf * (3245)
- Lehmen (1370)
- Löf (1491)
- Macken (366)
- Niederfell (1046)
- Nörtershausen (1136)
- Oberfell (1084)
- Winningen (2432)
- Wolken (1078)
- Niederwerth (1383)
- Urbar (3143)
- Vallendar, Stadt * (8333)
- Weitersburg (2265)
- 7. Verbandsgemeinde Vordereifel [Sitz: Mayen] (früher Mayen-Land)
- Acht (88)
- Anschau (297)
- Arft (278)
- Baar (781)
- Bermel (365)
- Boos (627)
- Ditscheid (263)
- Ettringen (2744)
- Hausten (368)
- Herresbach (454)
- Hirten (255)
- Kehrig (1189)
- Kirchwald (998)
- Kottenheim (2793)
- Langenfeld (686)
- Langscheid (96)
- Lind (54)
- Luxem (307)
- Monreal (847)
- Münk (257)
- Nachtsheim (550)
- Reudelsterz (411)
- Sankt Johann (950)
- Siebenbach (197)
- Virneburg (426)
- Weiler (520)
- Welschenbach (55)
- Bassenheim (2929)
- Kaltenengers (2103)
- Kettig (3325)
- Mülheim-Kärlich, Stadt (10.823)
- Sankt Sebastian (2486)
- Urmitz (3489)
- Weißenthurm, Stadt * (7734)
Einzelnachweise [Bearbeiten]


